Die Kleiderkammer gibt es seit Frühsommer 2015. Der große Bedarf der in Landshut ankommenden Flüchtlinge war Auslöser für eine Spendensammlung, die in Kooperation vieler Landshuter Vereine und Organisationen durchgeführt wurde. Beteiligte waren z. B. das Repaircafé, die muslimische Hochschulvereinigung Selam, Landshut im Wandel und einige mehr. Die erste Kleiderausgabe fand im Jugendkulturzentrum Alte Kaserne statt.

Als im Sommer Flüchtlinge in den Zelten auf der Grieserwiese untergebracht wurden, wurde dort vor Ort Bekleidung ausgegeben. Die Spendenbereitschaft der Landshuter Bürger war (und ist) überwältigend. Neben Bekleidung wurden viele dringend nötige Dinge des täglichen Bedarfs gespendet von Decken über Kinderspielzeug bis hin zu Hygieneartikeln. Um die Ausgaben effizient durchführen zu können, musste erstmal sortiert werden. Dafür brauchte es Platz und die Regierung von Niederbayern stellte uns Kellerräume in der GU in der Schochkaserne zur Verfügung.

Dort halfen im Herbst 2015 bis zu 25 Freiwillige täglich, um die Kleiderkammer einzurichten, Spenden zu sichten und nach Größe zu sortieren. Es war eine sehr große Herausforderung, das Chaos zu lichten und Struktur und Ordnung in den Bestand zu bringen, da gleichzeitig der Bedarf so groß war, dass parallel auch Ausgaben organisiert werden mussten.

Daneben war die Organisation der Kleiderkammer an sich eine große Aufgabe. Es mussten Regale, Kartons, Kleiderständer, Bügel und weiteres Arbeitsmaterial beschafft werden, eine Theke wurde eingebaut und es dauerte eine ganze Weile, bis alles seinen Platz hatte und – das wichtigste von allem – das jeder Helfer alles fand. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an alle, die uns dabei unterstützt haben, neben Privatpersonen und Firmen vor allem an die Alte Kaserne, die Stadt Landshut und die Regierung von Niederbayern. Ohne dies wäre die Kleiderkammer nicht möglich gewesen.

Neben den Ausgaben in der Kleiderkammer fanden auch Ausgaben direkt in den Notunterkünften statt. Hier hat uns die Stadt Landshut sehr unterstützt, damit wir vor Ort gut arbeiten konnten.

Mittlerweile sind wir sehr gut organisiert, feilen dennoch fortwährend am Konzept, um effizient zu arbeiten. Das Team ist sehr engagiert und es gibt immer wieder neue Ideen, die umgesetzt werden.

Was dabei nie verloren geht, ist die Freude an der Sache. Man ist in der Flüchtlingshilfe mit viel Leid konfrontiert, gerade deswegen ist uns eine positive Einstellung wichtig. Es wird viel gelacht vor allem bei unseren internen kleinen Modenschauen mit den eher außergewöhnlichen Kleidungsstücken, die gespendet werden. Legendär sind unsere „Pumpsparaden“, wenn die Frauen des Teams sich auf die gespendeten schicken Schuhe stürzen und sie anprobieren.

Wir freuen uns immer über neue freiwillige Helfer, die uns unterstützen möchten.

Seit Januar 2016 ist die Kleiderkammer als Verein organisiert. Die große Spendenbereitschaft und sinnvolles, bedarfsgerechtes weiteres Arbeiten haben eine gewisse Stuktur nötig gemacht.

 

Vorstand

1. Vorsitzende: Katja Friedering

2. Vorsitzender: Michael Boenigk

Kassier: Johanna Werl

Beisitzer: Martin Mezger